Lagenlook für Herbst und Winter: Cord, Sweatshirt und Leinenhemd richtig übereinander tragen

Kurz gesagt: Im Herbst und Winter ziehst du dich in drei Schichten an. Unten ein Hemd aus Leinen oder einer Baumwoll-Leinen-Mischung, darüber ein Sweatshirt oder Strick, außen der Mantel. Dazu eine Cordhose. So kannst du dich zwischen kalter Straßenbahn und überheiztem Büro an- und ausziehen, ohne dass das Outfit zerfällt.

Kleidung nach Jahreszeit: ein japanischer Gedanke

In Japan ist das Anpassen der Kleidung an die Jahreszeit eine alte Selbstverständlichkeit. Beim Kimono etwa entscheidet das Futter: Von Oktober bis Mai trägt man gefütterte Kimonos, awase; von Juni bis Oktober ungefütterte, hitoe. Bestimmte leichte Gewebe sind sogar nur dem Hochsommer vorbehalten. Und unter dem Kimono liegt immer eine eigene Schicht, das Unterkimono juban.

Für den Winter gab es eigene Kleidungsstücke wie den hanten, eine kurze, wattierte Jacke, die in der Edo-Zeit besonders bei einfachen Leuten beliebt war.

Wir tragen heute keine Kimonos zur Arbeit. Aber die Idee passt perfekt in einen deutschen Winter: nicht eine dicke Schicht, sondern mehrere, die zusammenarbeiten.

Schicht 1: das Hemd

Die unterste Schicht liegt auf der Haut und gibt dem Outfit seinen Kragen.

  • Miyabi, das Langarmhemd aus Leinen, in Weiß, Grau, Schwarz oder Marineblau. Leinen ist laut Lehrbuch saugfähig und trocknet schneller als Baumwolle. Warm hält es allein nicht – deshalb ist es hier die unterste Schicht.
  • Kaze, das Kurzarmhemd mit Stehkragen aus einer Baumwoll-Leinen-Mischung, wenn du im Büro das Sweatshirt ausziehst und trotzdem etwas zu zeigen haben willst.

Tipp: Lass den Hemdkragen über den Rundhals des Sweatshirts fallen und zieh den Hemdsaum ein, zwei Zentimeter unter dem Bund hervor. Das wirkt gewollt, nicht verrutscht.

Miyabi in Schwarz, Langarmhemd aus Leinen
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Kamelfarbene Cordhose über einer dunklen Holzstuhllehne, Herbstsonne auf den breiten Rippen, gelbe Blätter am Boden
Kampagnenbild, KI-generiert

Schicht 2: Sweatshirt oder Strick

Die mittlere Schicht macht die Wärme.

  • Aoi: weich gewaschener Baumwollmix, entspannte Passform, Rippbündchen an Hals und Handgelenken. In Schwarz, Grau, Dunkelgrau und Armeegrün.
  • Kohaku: mittelschwerer Baumwolljersey, kastige Form mit überschnittenen Schultern, in Beige oder Marineblau.

Hast du schon einen guten Strickpullover in Grau oder Navy? Er funktioniert genauso. Kauf nur, was dir fehlt.

Aoi in Armeegrün, schlichtes Sweatshirt mit Rippbündchen
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Die Hose: Cord für die kalten Monate

Cord ist ein Gewebe mit erhabenen Rippen, im Englischen wales genannt. Je weniger Rippen pro Zoll, desto breiter und kräftiger die Rippe. Breiter Cord eignet sich laut Textilkunde gut für Hosen.

  • Yume: Cord, zulaufendes Bein mit elastischen Bündchen, Kordelzug in Kontrastfarbe. In Blau, Schwarz und Kamel. Passt zu kürzeren Jacken.
  • Mori: schwerer Breitcord, extra weites Bein ohne Bündchen. In Grau, Schwarz, Kamel und Marineblau. Passt zu einem langen Mantel.

Drei Formeln für drei Monate

Oktober: leicht

Sakura in Khaki oder Marineblau, Miyabi in Weiß, darüber eine leichte Jacke. Morgens zu, mittags offen. Mehr zur Sakura und anderen weiten Hosen.

November: die Novemberformel

Yume in Schwarz, Aoi in Armeegrün, ein Hemdkragen darunter. Das ist das Outfit für die Straßenbahn um halb acht und den Spaziergang am Sonntag.

Dezember: alle drei Schichten

Mori in Kamel, Miyabi in Weiß, Kohaku in Marineblau, Wollmantel. Für den Weihnachtsmarkt nach Feierabend: Mantel zu, Hände in den tiefen Seitentaschen.

Mori in Schwarz, breiter Cord mit extra weitem Bein
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Und außen? Ein Wort zur Jacke

Mäntel und Jacken verkaufen wir nicht – und du brauchst auch keinen neuen. Zwei Formen funktionieren mit unseren Hosen besonders gut:

  • Kurz und wattiert, etwa eine Steppjacke bis zur Hüfte. Sie erinnert an den hanten und passt zu Hosen mit Bündchen wie Yume, Arashi oder Sakura, weil die Silhouette oben kompakt und unten weit bleibt.
  • Lang und gerade, ein schlichter Wollmantel bis übers Knie. Er gehört zur Mori mit extra weitem Bein: Beide fallen gerade, und das Bild bleibt ruhig.

Was nicht gut funktioniert: eine sehr weite, lange Daunenjacke über einer sehr weiten Hose. Dann verschwindet die Figur komplett.

Drei Regeln für saubere Schichten

Von dünn nach dick. Die dünnste Schicht innen, die dickste außen. Andersherum spannt es an Schultern und Armen.

Längen staffeln. Hemd minimal länger als das Sweatshirt, Mantel deutlich länger als beides. Gleich lange Säume sehen nach Zufall aus.

Eine Farbfamilie. Kamel, Creme, Marine – oder Schwarz, Grau, Oliv. Innerhalb einer Familie kannst du frei schichten.

Ehrlich zur Lieferzeit

Wir versenden aus unserem Lager in Shenzhen, kostenlos, mit Sendungsverfolgung und inklusive Zoll. Laut Versandbedingungen dauert das 13 bis 21 Werktage. Was du im Dezember tragen willst, bestellst du also am besten jetzt. Unsere Teile fallen klein aus – liegst du zwischen zwei Größen, nimm die größere. Das gilt beim Schichten doppelt.

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Aus diesem Artikel

Häufige Fragen

Kann man ein Leinenhemd im Winter tragen?

Ja, als unterste Schicht. Leinen allein hält nicht warm, aber unter einem Sweatshirt oder Pullover ist es angenehm auf der Haut, und der Kragen bringt Struktur ins Outfit.

Welche Cordhose für den Lagenlook?

Eine Cordhose mit Bündchen wie die Yume wirkt unter einem kurzen Sweatshirt aufgeräumt. Die Mori mit extra weitem Bein passt besser zu einem längeren Mantel.

Wann sollte ich für den Winter bestellen?

Laut unseren Versandbedingungen dauert die Lieferung 13 bis 21 Werktage. Was du im Dezember tragen willst, bestellst du am besten im Oktober oder Anfang November.

Hält ein Sweatshirt im Winter warm genug?

Allein meist nicht, als mittlere Schicht schon. Mit einem Hemd darunter und einem Mantel darüber bist du für Stadt und Büro gut angezogen; für lange Zeit draußen brauchst du eine wärmere Jacke.

Passt eine weite Hose unter einen langen Mantel?

Ja, am besten eine gerade, weite Hose wie die Mori. Mantel und Hose fallen dann beide gerade. Zu Hosen mit Bündchen passen kürzere Jacken besser.

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